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dok:pachter-bei-trost

Wenn man sich betrachtet, was Johan Pachter in den letzten Monaten (oder soll man sagen Jahren) getrieben hat, stellen sich viele die Frage, ob er noch bei Trost ist oder andere formulieren schärfer und sagen „richtig im Kopf“ oder verwenden ähnliche Charakterisierungen.

Fest steht, daß er offensichtlich dabei ist, sein Lebenwerk (Esperanto-Kulturzentrum in der Einbecker Strasse) zu zertöppern indem er alle Menschen, die guten Willens sind, vergrault. Der Auszug der Ĵaŭda Rondo im April 2015 ist ja nur das Sahnehäubchen. Viele andere fühlten sich belästigt und haben das Etablissement gemieden, andere sind einfach umgezogen.

Warum handelt ein Mensch so konsequent gegen seine eigenen Interessen?

Aus persönlichen Gesprächen und wirren Beiträgen in Mailinglisten kann man erahnen, daß er mit dem Kauf des Hauses in der Einbecker Strasse etwas Gutes für Esperanto tun wollte: Ein Haus, in dem man bleiben kann, weil es einem selbst gehört, ein Kulturzentrum mit Bibliothek usw.

Da könnte man mitgehen und viele haben das auch unterstützt. So haben Vereine, wie die Esperanto-Jugend und Deutsche Esperanto-Bund dort Büroräume gemietet, was einen dem Anspruch eines „Kulturzentrums“ näher gebracht hat und auch Geld in die Kasse brachte.

Aber seit Jahren arbeitete Johan Pachter systematisch daran, es sich mit allen Gutwilligen zu verscherzen. Anja Eisenmann, die sich als Fachfrau für Bibliothekswesen bereit gefunden hatte, die Bibliothek in einen benutzbaren Zustand zu überführen, warf nach wenigen Wochen das Handtuch. Auch Christiane Altrogge, die sich freiwillig engagiert hat, gab entnervt auf.

Ständig gab es Konflikte, weil die gerechtfertigten Interessen der Mieter ignoriert wurden. Man errinnert sich noch gut an die wenig einladende Situation im Hauseingang, wo jahrelang Baumaterial gelagert wurde. Kein netter Anblick für ein Kulturzentrum. Das hat sich erst gebessert, als der Deutsche Esperanto-Bund klare Forderungen gestellt hat.

Aus den Gesprächen und Mails von Johan ergibt sich, daß er immer das Gefühl hatte, daß er von den anderen nicht richtig unterstützt würde. Aber Angebote zur Unterstützung wurden nicht angenommen. Alles mußte nach seinem Kopf gehen. Aber was er in seinem Kopf hatte, konnte er nie so dokumentieren, daß es andere hätten nachvollziehen können. Stattdessen zettelte er sinnlose Diskussionen an, wie über die Dezimalklassifikation, die dann am Ende überhaupt keine Bedeutung mehr haben soll.

Seine konkreten Handlungen im letzten Jahr kann man nur als „selbstzerstörerisch“ betrachten. Er schneidet sich ins eigene Fleisch und mit jedem Mal tiefer.

Es schien, als ob nach dem Auszug des Deutschen Esperanto-Bundes ein Konsens unter den Berliner gefunden worden sei, das Kulturzentrum zu realisieren. Aber da zieht Johan eine geheime Absprache mit der Stiftung Mondo aus der Tasche, die alles ad absurdum führt. Doch selbst das wurde offensichtlich geschluckt, bis es ihm gelang die traditionsreiche Ĵaŭda Rondo aus dem Haus zu jagen. Spätestens nun bekommt man ins Grübeln.

Ist Pachter noch bei Trost?

Beitrag im Google-Forum: Berlin-Forum

Es ist nicht klar, was die geheime Agenda in diesem Spiel ist. Ein lebendiges Kulturzentrum scheint es nicht zu sein, denn dazu braucht man eine Menge Leute, die das mittragen. Bleiben finanzielle Interessen, also das Erbe, daß der Esperanto-Liga Berlin zugeflossen ist, das eingesetzt werden könnte um eine Wertsteigerung der Immobilie (Umbau der Remise) zu realisieren. Dann kann, wenn die Immobilienpreise weiter steigen, das Ganze teuer verkauft werden.

In diesem Spiel stören zuviele Mitglieder der Esperanto-Liga Berlin e.V. nur. Mit etwas Geduld reduziert sich die Mitgliederzahl durch natürliche Abgänge in den nächsten Jahren von allein, den Rest vergrault man systematisch. Vor allem verhindert man, daß neue Mitglieder dazukommen. Etwa durch Anfängerkurse besteht diese Gefahr immer, also finden keine statt. Auch eine attraktive und aktuelle Präsenz im Internet, ein funktionierendes Mitteilungsblatt und alles andere, was einen Verein anziehend machen könnte, muß peinlich vermieden werden.

Die Esperanto-Liga Berlin muß aber im Spiel bleiben, weil sie ein im Grundbuch eingetragenes Anrecht hat. Die einzige Lösung ist, die Kontrolle über den Verein zu übernehmen. Erfahrungsgemäß sind die Mitglieder gutwillig und machen alles mit, auch wenn sie heimlich grimmen. Kritiker werden ausgeschlossen oder herausgedrängt.

Das ist ein Versuch, die bekannten Daten zu ordnen und zu deuten. Mag sein, daß ich komplett daneben liege. Vielleicht hat jemand eine bessere Erklärung.

Roland Schnell, Berlin, DE

dok/pachter-bei-trost.txt · Zuletzt geändert: 2015/04/13 13:15 von roland